Ratgeber · Förderung · Aktualisiert 28. August 2026
KfW-Förderung Wärmepumpe 2026: 30 % Grundförderung plus Einkommensbonus
Seit dem 21. Juli 2026 gilt für die Heizungsförderung neues Recht. Die kurze Antwort: Die 30 % Grundförderung bekommt jeder, der eine förderfähige Wärmepumpe in ein Bestandsgebäude einbaut. Alles darüber hängt an zwei Fragen — ob Sie eine alte Heizung ersetzen und wie hoch Ihr zu versteuerndes Haushaltseinkommen ist. Hier sind alle Sätze, Stufen und Deckel, ohne Amtsdeutsch.
Was sich ab 21. Juli 2026 ändert
| Baustein | Bisher (Alt-Recht) | Neu ab 21.07.2026 |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | 30 % (unverändert) |
| Effizienzbonus (z. B. R290) | 5 % | entfällt |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | 16 %, ab Feb. 2027 sinkend |
| Einkommensbonus | 30 % (bis 40.000 € zvE) | gestaffelt 40 / 30 / 10 % |
| Familienzuschlag | — | 10.000 € Einkommens-Freibetrag |
| Maximale Förderquote (Deckel) | 70 % | 80 % nur bis 30.000 € zvE, sonst 70 % |
| Förderfähige Kosten (1. Wohneinheit) | 30.000 € | 28.000 € |
Die Bausteine im Detail
Grundförderung — 30 %. Bekommt jeder, der eine förderfähige Wärmepumpe einbaut: Selbstnutzer, Vermieter, Eigentümergemeinschaften. Eine Bedingung gilt aber für alle — es muss ein Bestandsgebäude sein, dessen Bauantrag bei Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Für Neubauten gibt es keinen Zuschuss, sondern nur die zinsverbilligten Kredite für klimafreundlichen Neubau.
Klimageschwindigkeitsbonus — 16 %. Für selbstnutzende Eigentümer, die eine funktionstüchtige alte Heizung ersetzen (Öl, Kohle und Nachtspeicher unabhängig vom Alter, Gas-Zentralheizung ab 20 Jahren). Wichtig: Der Bonus sinkt ab Februar 2027 alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte — wer wechseln will, sollte nicht Jahre warten.
Einkommensbonus — 40, 30 oder 10 %. Neu gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen. Weil daran für die meisten Haushalte der größte Betrag hängt, steht er im nächsten Abschnitt im Detail.
Der Deckel: 80 % — aber nicht für jeden. Alle Bausteine zusammen sind gedeckelt, und der Deckel ist gestuft: 80 % gilt nur für Haushalte, deren anrechenbares zvE höchstens 30.000 € beträgt. Alle anderen werden bei 70 % gekappt. Förderfähig sind bei einem Einfamilienhaus maximal 28.000 € — die Höchstförderung liegt damit bei 22.400 €, im 70-%-Fall bei 19.600 €.
Was wegfällt: Der 5-%-Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wird gestrichen. Geräte mit R290 — wie die BOSCH Compress-Reihe, die wir verbauen — bleiben technisch die richtige Wahl, bringen aber keinen Extra-Zuschuss mehr.
Der Einkommensbonus 2026: wer ihn bekommt und wie viel
Den Einkommensbonus erhalten selbstnutzende Eigentümer. Maßgeblich ist nicht das Brutto, sondern das zu versteuernde Haushaltseinkommen (zvE) — der Wert aus dem Einkommensteuerbescheid, gemittelt über das zweite und dritte Kalenderjahr vor der Antragstellung. Eine Lohnsteuerbescheinigung genügt nicht.
| Anrechenbares zvE | Einkommensbonus | Deckel gesamt |
|---|---|---|
| bis 30.000 € | 40 % | 80 % |
| bis 40.000 € | 30 % | 70 % |
| bis 50.000 € | 10 % | 70 % |
| über 50.000 € | kein Bonus | 70 % |
Der Familienzuschlag geht dem voraus. Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind ziehen vom zvE einmalig 10.000 € ab, bevor die Stufe bestimmt wird — einmalig, nicht je Kind. Eine Familie mit 45.000 € zvE wird damit wie ein Haushalt mit 35.000 € behandelt und bekommt 30 % statt 10 %.
Der häufigste Rechenfehler: Grundförderung plus Klimabonus plus 30 % Einkommensbonus ergeben rechnerisch 76 % — ausgezahlt werden aber 70 %, weil der höhere Deckel erst ab der untersten Einkommensstufe greift. Wer mit 76 % kalkuliert, hat bei 28.000 € förderfähigen Kosten 1.680 € zu viel angesetzt.
Drei Rechenbeispiele
Einfamilienhaus, Angebotssumme 40.000 € brutto, alte Ölheizung wird ersetzt, selbst bewohnt. Förderfähig sind 28.000 €:
Haushalt mit 60.000 € zvE, keine Kinder
30 % Grund + 16 % Klima = 46 %
12.880 € Zuschuss
Familie mit 45.000 € zvE, zwei Kinder (zählt als 35.000 €)
30 % + 16 % + 30 % Einkommensbonus = 76 % → gedeckelt auf 70 %
19.600 € Zuschuss
Haushalt mit 28.000 € zvE
30 % + 16 % + 40 % = 86 % → gedeckelt auf 80 %
22.400 € Zuschuss
Wer gewinnt, wer verliert gegenüber dem Alt-Recht?
Besser dran: Haushalte, deren anrechenbares zvE unter 30.000 € liegt — sie erreichen als Einzige den 80-%-Deckel und bekommen rund 1.400 € mehr als bisher. Ebenfalls im Plus: Familien, deren zvE über 40.000 € liegt und die erst durch den 10.000-€-Familienzuschlag in eine Bonusstufe rutschen; im Beispiel oben sind das gut 3.000 € Unterschied.
Schlechter dran: Haushalte über 50.000 € zvE ohne Kinder verlieren rund 3.600 € (46 % statt 55 % Förderquote). Und ein Fall, der leicht übersehen wird: Wer schon im Alt-Recht 70 % bekam, bekommt sie jetzt auf 28.000 € statt auf 30.000 € förderfähige Kosten — 1.400 € weniger, bei gleicher Quote. Das Alt-Recht gilt ohnehin nur noch für Anträge, für die bis zum 20. Juli 2026 eine gültige Bestätigung zum Antrag vorlag.
Ab 2027 zusätzlich relevant: Die KfW plant, Wärmepumpen aus Nicht-EU-Fertigung nur noch mit 15 % Grundförderung zu bezuschussen. Geräte aus EU-Fertigung — wie die von uns verbauten BOSCH Compress — behalten die vollen 30 %.
Der Antragsweg — und wer sich darum kümmert
Der Antrag läuft über das KfW-Portal und muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden; Grundlage ist ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung. Für den Einkommensbonus braucht es die Steuerbescheide des zweiten und dritten Jahres vor Antragstellung. Klingt nach Papierkram? Ist es auch — deshalb begleiten wir unsere Kunden bei SONNCO durch den kompletten Antragsprozess: von der Förderprognose im Angebot bis zur Auszahlung.
Kostenfrei & unverbindlich
Was bekommen Sie an Förderung?
Wir rechnen Ihnen Ihre persönliche Förderung vor der Beauftragung durch — mit Festpreisangebot für die passende Wärmepumpe.
Quellen: KfW-Merkblatt 458, BEG-EM-Richtlinie, KfW-Mitteilung zu den neuen Bedingungen ab 21. Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die offiziellen Förderbedingungen der KfW. Zurück zum Ratgeber
